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Das Forum Genforschung ist eine Plattform der SCNAT, die sich mit Entwicklungen in der Genforschung und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft befasst, wobei sie diese, laut Statuten "so objektiv wie m glich behandelt". Diese Objektivität scheint gerade in den Hintergrund und wirtschaftliche Eigeninteressen stattdessen in den Vordergrund zu rücken. Einige der in der Stellungnahme aufgeführten Expertinnen und Experten besitzen Patente im Bereich der Biotechnologie und sie oder ihre Institute würden direkt von einer schwachen Regulierung profitieren. So etwa die Universitäten Zürich und Lausanne.

Diese Verordnung regelt den Umgang mit Organismen sowie mit ihren Stoffwechselprodukten und Abfällen in der Umwelt, insbesondere mit gentechnisch veränderten, pathogenen oder gebietsfremden Organismen. Im Anhang der FrSV wird aufgelistet, welche Verfahren als gentechnisch eingestuft werden und welche nicht. Nicht als gentechnische Verfahren gelten die Selbstklonierung nicht pathogener Organismen sowie eine Liste von Verfahren, die nicht mit dem Einsatz von rekombinanten Nukleinsäuremolekülen oder gentechnisch veränderten Organismen verbunden sind, darunter die Mutagenese.

Bei der klassischen Genübertragung mit gentechnischen Methoden werden nur bei einem Bruchteil der Zellen der Organismen die neuen Gene eingebaut. Um herauszufinden, welche Zellen das neue Gen enthalten, wird mit dem Zielgen auch ein sogenanntes Markergen übertragen. Häufig verwenden die Forscher dafür Antibiotikaresistenz-Gene. Sie machen Pflanzen immun gegenüber Antibiotika. Dies ist jedoch wegen der besorgniserregenden Resistenz gegenüber Antibiotika bei Menschen umstritten. Forscher haben nun auch neue Marker entwickelt, darunter auch solche, die ein fluoreszierendes Protein herstellen. Wenn dieses Makergen in der Zelle angekommen und das Protein entstanden ist, leuchten die veränderten Organsimen unter UV-Licht. Die Folgen dieses Eingriffs – zum Beispiel auf den Stoffwechsel – sind nicht bekannt.

Unter Flächenkonkurrenz versteht man die Konkurrenz um Fläche durch verschiedene Nutzungsformen in der Landwirtschaft, z.B. Konkurrenz zwischen dem Anbau von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen.

Als Fermentation wir der Prozess bezeichnet, in dem Mikroorganismen wie Hefen, Bakterien oder Schimmelpilze Stoffe in Säure, Gase oder Alkohol umwandeln. Die Fermentation hat eine lange Tradition und kommt in allen Küchen der Welt vor. Sie wird eingesetzt, um die Haltbarkeit und den Geschmack von Lebensmitteln zu verbessern. Beispiele: Weisskohl wird zu Sauerkraut, Chinakohl zu Kimchi, Soja zu Sojasauce und Milch zu Kefir fermentiert. Eine Form der Fermentation ist auch die alkoholische Gärung – also der Prozess, währenddessen Hefen den Most in Wein und die Bierwürze in Bier umwandeln.

Von Food Waste oder Lebensmittelverschwendung spricht man, wenn Lebensmittel, die für den menschlichen Verzehr hergestellt wurden, nicht konsumiert werden, sondern für den Konsum verloren gehen. Die Produktion von später weggeworfenen Lebensmitteln hat negative Konsequenzen für das Klima, denn sie führt zu unnötigen Treibhausgasemissionen, Land- und Wasserverbrauch. Laut dem Institut für ökologisches Systemdesign der ETH Zürich sind in der Schweiz 25 Prozent der Umweltbelastung, die durch die Ernährung verursacht wird, auf Food Waste zurückzuführen. Das Verhindern von Food Waste könnte daher sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten und zur Verminderung des Hungers beitragen.