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Bericht: Dialog zur Koexistenz mit neuer Gentechnik in der Landwirtschaft

In der EU und in der Schweiz schrei­tet die Dere­gu­lie­rung der neu­en Gen­tech­nik vor­an. Damit gewinnt das The­ma Koexi­stenz – das Neben­ein­an­der von Land­wirt­schaft mit und ohne Gen­tech­nik – zuneh­mend an Bedeu­tung. Aus die­sem Grund ver­an­stal­te­te die SAG am 4. Dezem­ber 2025 einen Dia­log zur Koexi­stenz in der Land­wirt­schaft mit wich­ti­gen Bran­chen­ver­tre­ten­den, Poli­ti­kern und Poli­ti­ke­rin­nen. Ziel der Ver­an­stal­tung war es, einen offe­nen Aus­tausch zu ermög­li­chen, der mög­lichst vie­le Per­spek­ti­ven mit­ein­be­zieht und dem gemein­sa­men Ler­nen gewid­met ist.

Aus­gangs­la­ge

Aus­gangs­punkt der Kon­zept­ent­wick­lung war die Annah­me, dass sich Koexi­stenz im Kon­text neu­er Gen­tech­nik als soge­nann­tes “Wicked Pro­blem“ beschrei­ben lässt: Die Fra­ge­stel­lung ist kom­plex, viel­schich­tig und lässt sich weder rein juri­stisch, poli­tisch, noch tech­nisch lösen. Viel­mehr berührt sie öko­lo­gi­sche, öko­no­mi­sche, poli­ti­sche und kul­tu­rel­le Dimen­sio­nen zugleich. Unter­schied­li­che Akteur:innen brin­gen dabei nicht nur unter­schied­li­ches Wis­sen, son­dern auch unter­schied­li­che Wer­te, Erfah­run­gen und Inter­es­sen ein und damit auch unter­schied­li­che Erwar­tun­gen an Fra­ge­stel­lun­gen, Metho­den und den gemein­sa­men Arbeits­pro­zess.

Fazit der Ver­an­stal­tung

Die Dia­log­ver­an­stal­tung mach­te deut­lich, dass die Koexi­stenz mit neu­er Gen­tech­nik als Wicked Pro­blem weder durch Posi­tio­nie­run­gen (dafür/dagegen) noch durch Reduk­tio­nen (bspw. auf rein tech­ni­sche Merk­ma­le) wirk­sam bear­bei­tet wer­den kann, ohne dass sol­che Ver­ein­fa­chun­gen an ande­rer Stel­le wesent­li­che Span­nun­gen, Ver­drän­gun­gen oder Fol­ge­ge­ko­sten im Gesamt­sy­stem erzeu­gen wür­den. Auch der Ruf nach „mehr Dia­log“ allein greift zu kurz und wür­de selbst eine sol­che Ver­ein­fa­chung dar­stel­len. Erfor­der­lich ist ein sowohl-als-auch Ansatz und Mind­set betrof­fe­ner Akteu­re. Aus der Per­spek­ti­ve der Pro­zess­be­glei­tung kön­nen wie­der­keh­ren­de offe­ne Lern- und Aus­tausch­räu­me, in denen die Inter­ak­ti­on und das gemein­sa­me Ler­nen zwi­schen den Akteur:innen im Zen­trum ste­hen, einen wesent­li­chen Bei­trag für eine pro­duk­ti­ve und rück­sichts­vol­le Wei­ter­ent­wick­lung des The­mas lei­sten.

Eine aus­führ­li­che Bericht­erstat­tung der Dia­log-Ergeb­nis­se fin­den Sie auf der Ver­an­stal­tungs­web­site.

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