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In Böden stehen der Pflanze wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung.
Bild: http://www.topfit24.de/labor/bodenanalyse/index.html


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Vergilbte herbizidresistente Sojapflanze mit Resistenz gegen Glyphosat.
Bild: http://www.omafra.gov.on.ca/english/crops/field/news/croppest/2007/12cpo07a2.htm

Spurenelemente sind für das gesunde Wachsen von Pflanzen unerlässlich. Stehen den Nutzpflanzen Spurenelemente wie Eisen, Mangan oder Zink nicht ausreichend zur Verfügung, können sie sich nicht optimal entwickeln. Ein Mangel an Spurenelementen in Böden beeinflusst die Pflanze in ihrer Entwicklung. Auch der Nährwert der Pflanze als Lebensmittel für den Menschen kann sich verringern.
Kulturpflanzen, die zu wenig Spurenelemente verfügbar haben, sind daran zu erkennen, dass sie vergilben. Ihre Blätter verfärben sich in gelbgrün. Bei Glyphosat-resistenten Gentech-Sojapflanzen wird nun dieses Phänomen festgestellt (siehe Bild).

Der regelmässige Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in herbizidresistenten Gentech-Kulturen führt dazu, dass die Pflanzen Spurenelemente nicht verfügbar haben. Der Grund liegt darin, dass Glyphosat die Fähigkeit hat, Spurenelemente zu komplexieren (siehe Bild) und damit ihre Verfügbarkeit für die Pflanzen zu unterbinden.

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Chemische Struktur des Totalherbizids Glyphosat (links). Das Molekül kann Metallionen binden (rechts), sodass diese von der Pflanze nicht mehr aufgenommen werden können.

Das auf Pflanzen aufgesprühte Glyphosat wandert von den Blättern bis in die Wurzeln. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Glyphosat den Transport von Spurenelementen von den Wurzeln in die Pflanzen unterbindet. Die Wurzeln vermögen den schwer löslichen Glyphosat-Metall-Komplexen die Spurenelemente nicht zu entziehen.
Um das Problem der Bodenverarmung an Spurenelementen in Gentech-Kulturen zu umgehen, empfehlen US-Amerikanische Landwirtschaftsmanager inzwischen, beides, Glyphosat und Spurenelemente zu spritzen, am besten zeitlich getrennt, um den unerwünschten Effekt zu reduzieren.