Gen-Scheren wie CRISPR/Cas9 können die Entstehung und Verbreitung von resistenten Genen, die den Genantrieb („Gene Drive“) blockieren, beschleunigen. Dies haben deutsche Forscher herausgefunden. Das Problem sei, dass zelleigene Reparaturmechanismen die DNA ungenau reparieren, weshalb die Gen-Scheren nicht mehr ansetzen können. So entstehen Mutationen und in der Folge Resistenzen. In einem Versuch zeigte sich, das ein eingesetztes Gen zunächst weibliche Fliegen zu Männchen machte. Weil aber Gene-Drive-resistente Genvarianten entstanden, war das Verhältnis der Geschlechter nach 15 Generationen wieder ausgeglichen. Diese Methodik sollte in der Theorie angewendet werden um Populationen von schädlichen Insekten, etwa krankheitsübertragenden Stechmücken, einzudämmen. (LABOonline, 29.5.18)

 


Quelle: LABOonline, 29.5.18

Selbstsüchtige Gene: Probleme des Gene-Drives mit Gen-Scheren identifiziert

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