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Bild_Freisetzung_NFP59
Bild: Arbeit im Feld, Mai 2008; Bild Andrea Foetzki; www.konsortium-weizen.ch

«In einem gemeinsamen Projekt werden Weizenpflanzen, denen gentechnisch eine erhöhte Resistenz gegenüber der Pilzkrankheit Mehltau verliehen wurde, im Feld untersucht. Die Forschenden möchten wissen, ob die Weizenpflanzen, welche im Labor besser vor Pilzinfektionen geschützt sind, diese Eigenschaft auch unter natürlichen Feldbedingungen, etwa mit Wind und Regen, zeigen und ob allenfalls züchterisch unerwünschte Nebeneffekte (z.B. Ertragsreduktion) auftreten. Zudem gibt es eine Reihe von Projekten zu Fragen der Biosicherheit. Dabei sollen die Wechselwirkungen mit der Umwelt, mit anderen Pflanzen, Bodenlebewesen oder Insekten am Weizen, genau erforscht werden.» (aus: www.konsortium-weizen.ch).

Freisetzungsversuche sind in der Schweiz vom (verlängerten) Anbau-Moratorium (2005-2013) ausgenommen. Unter einem Freisetzungsversuch wird der forschungsmässige Umgang mit Organismen in der Umwelt verstanden, welcher unter definierten und kontrollierten Bedingungen abläuft sowie zeitlich und räumlich beschränkt ist.

In der Schweiz gab es bisher drei Freisetzungen: 1991/92 je ein Versuch mit virusresistenten Kartoffeln und 2004 ein Versuch mit stinkbrandresistentem Weizen. Im Rahmen des NFP 59 wurden für die Periode 2008 bis 2011 weitere Versuche beantragt und im September 2007 bewilligt.

Dezember 2011

Das Weizen-Konsortium berichtet, dass Mischungen verschiedener gentechnisch veränderter Weizenlinien im Feldversuch eine verbesserte Resistenz gegen die Pilzkrankheit Mehltau zeigen würden. Allerdings zeigen zwei der GV Linien unter Feldbedingungen zusätzliche Veränderungen (geringere Wuchshöhe, Veränderungen der Ähren und gelbe Blätter), d.h. für eine Anwendung dieser Linien in der Landwirtschaft würde es noch weiterer Forschung bedürfen.

November 2011

Die Forschungsprojekte im Weizen-Konsortium wurden im Mai 2011 beendet, das letzte Projekt endet im Dezember 2011. Anschliessend werden noch die letzten Auswertungen durchgeführt und weitere Ergebnisse in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.

Juli 2010

Der Schweizerische Nationalfonds berichtet, dass sich gentechnisch veränderter Weizen der Pilzerkrankung Mehltau nicht nur im Gewächshaus, sondern auch auf dem Feld besser widersetze. Aber im Freilandversuch treten bei einigen Weizenlinien ein verminderter Ertrag oder eine veränderte Ährenform zu Tage, die sich zuvor im Gewächshaus nicht erkennen liessen. Weil im Freilandversuch die Ähren einiger gentechnisch veränderten Weizenlinien in einer anderen Form wachsen, wird der Befall mit dem toxischen Pilz Mutterkorn begünstigt. Das NFP 59 schliesst daraus, dass sich Daten aus dem Gewächshaus nicht auf die Situation im Feld übertragen lassen und Freisetzungsversuche also wichtig sind.

März 2010

Der Mehltau-resistente Weizen wird am 25. März 2010 in Reckenholz ausgesät. Dies ist das letzte Versuchsjahr des dreijährigen Versuches.

März 2010

Der gentechnisch veränderte Weizen wird am 15. März 2010 auf 950 m2 in Pully ausgesät. 

März 2010

Zwei Studien im Rahmen des NFP 59 untersuchten, wie sich Gentech-Weizen auf Insektenlarven und Blattläuse auswirkt. Es soll kein Nachweis unerwünschter Auswirkungen von gentechnisch verändertem Weizen festgestellt worden sein.

Februar 2010

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat grünes Licht für die Fortsetzung der Versuche gegeben: Der Versuch in Zürich kann ins letzte Versuchsjahr starten, in Pully geht es ins zweite Versuchsjahr.
externer Link: Medienmitteilung BAFU

Dezember 2009

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat einen Zwischenbericht des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59) eingereicht. Erste Studien stellen unter anderem fest, dass eine Mehrheit der Bevölkerung der grünen Gentechnologie gegenüber negativ eingestellt und für eine Wahlfreiheit beim Kauf von gentechnisch veränderten oder unveränderten Produkten ist. Festgestellt wird auch, dass die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen nicht genügen, um die Koexistenz von landwirtschaftlichen Anbauformen mit und ohne gentechnisch veränderten Pflanzen zu regeln.

Juli 2009

Ernte des Feldexperiments in Pully.

Juni 2009

Unbekannte haben Behälter mit nicht identifizierter Flüssigkeit ins Versuchsfeld von Agroscope Changins-Wädenswil in Pully geworfen.

April 2009

300 Personen demonstrierten gegen den ausgesäten Gentech-Weizen in Pully.

Februar 2009

Damit die Gesuchsteller die vom Bundesamt für Umwelt BAFU grundsätzlich bewilligten Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Weizen weiterführen können, müssen sie jedes Jahr ergänzende Unterlagen einreichen. Das BAFU erachtete im Februar 2009 die Auflagen der Verfügungen weiterhin als erfüllt. Die Versuche konnten mit gewissen Anpassungen weitergeführt werden.

November 2008

Sieben Anwohner des Standorts der Freisetzungsversuche in Pully bei Lausanne hatten beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Feldversuche mit gentechnisch verändertem Weizen eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht hat im November 2008 die Beschwerde abgelehnt. Die Versuche können damit ab Frühjahr 2009 - ein Jahr später als geplant - an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in Pully durchgeführt werden.

August 2008

Der Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten, Mehltau-resistenten Weizenpflanzen wurde anfangs August beendet.

Juni 2008

Am 13. Juni 2008 kam es zu einem Anschlag auf die Freisetzungsversuche mit Gentech-Weizen in Zürich-Reckenholz. Die Stadtpolizei Zürich nahm fünf mutmassliche Täter fest. Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG verurteilte die Zerstörung des Freisetzungsversuches in Zürich-Reckenholz. Die SAG ist gegen den gewaltsamen Akt, weil in der Schweiz das Volk mit direkter Demokratie die Agro-Gentechnik stoppen kann.

April 2008

Für den zweiten von der ETH vorgesehenen Versuchsstandort in Pully (VD) ist weiterhin eine Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig. Diese Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, ein Versuchsstart ist frühestens nach einem Entscheid des Gerichts möglich. Das BAFU ist in diesem Fall nicht verfahrensleitende Instanz, gibt aber eine Stellungnahme an das Bundesverwaltungsgericht ab.

März 2008

Am 15. März haben über 400 Menschen in Sichtweite des Gentech-Ackers in Zürich-Reckenholz gemeinsam ein Feld mit bioloigschem Weizen besät, um ein klares Zeichen für eine gentechfreie Lebensmittelproduktion zu setzen.

März 2008

Am 30. März haben die ETH und die Universität Zürich in Zürich-Reckenholz ihre Gentech-Experimente begonnen und den umstrittenen Gentech-Weizen ausgesät. Am 31.3. haben Greenpeace-AktivistInnen beim Gentech-Feld gegen die Aussaat protestiert.

Februar 2008

Das Bundesamt für Umwelt BAFU bewilligte am 7. Februar 2008 die beantragten Freisetzungsversuche in Zürich. Damit erachtet das BAFU einen Grossteil der Auflagen vom 3. September 2007 für die Freisetzungsversuche als erfüllt. Greenpeace kritisiert den Entscheid und wird eine Aufsichtsbeschwerde einreichen. Mit dem Entscheid würde ein bedenklicher Präzedenzfall geschaffen. Gemäss den Gesuchsstellern soll nun die Aussaat in Reckenholz im März 2008 stattfinden. Gegen die Freisetzungsversuche in Pully läuft nach wie vor eine Beschwerde. Diese hat aufschiebende Wirkung, weshalb die Versuche dort erst nach einem Entscheid des Gerichts gestartet werden könnten – oder eben nicht.

Januar 2008

Die vom Bundesamt für Umwelt geforderten zusätzlichen Unterlagen zu den Freisetzungsversuchen in Pully und Zürich sind gemäss BAFU fristgerecht eingetroffen. Das BAFU hatte verfügt, dass die Gesuchsteller bis am 31. Dezember 2007 zusätzliche Informationen liefern müssen, z.B. eine detaillierte Versuchsanordnung, den Nachweis, dass keine Antibiotikaresistenzgene in den Pflanzen vorhanden sind oder Ergebnisse der Vorversuche aus der Vegetationshalle in Reckenholz. Das BAFU wird die Unterlagen prüfen und voraussichtlich bis Mitte Februar einen Entscheid fällen. Fällt diese Prüfung positiv aus, können die Gesuchsteller in Zürich wie geplant den gentechnisch veränderten Weizen aussäen. Dies, weil in Zürich keine Beschwerde gegen den BAFU-Entscheid eingegangen ist. Die Aussaat ist je nach Witterungsbedingungen vorgesehen zwischen Anfang März und Mitte April. Gegen den Versuch in Pully hingegen ist beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde hängig. Diese hat aufschiebende Wirkung. Vor dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts kann in Pully demnach nicht ausgesät werden.

September 2007

Greenpeace hat zusammen mit verschiedenen Umwelt- und Bauernorganisationen das Bundesamt für Umwelt BAFU in einem Schreiben aufgefordert, die Bewilligung für drei Freisetzungsprojekte mit Gentech-Pflanzen zu sistieren. Das BAFU hätte seinen Entscheid aufgrund von unvollständigen Gesuchsdossiers gefällt. Denn das Gentechnikgesetz erfordere genau definierte Informationen zu Gentech-Pflanzen, die ausgesät werden wollen. Die erteilten Bewilligungen würden einen fragwürdigen Präzedenzfall setzen, indem noch nicht existierende Gentech-Pflanzen mit minimaler Frist zur Datennachlieferung zur Freisetzung zugelassen werden. Dies stehe mit dem Gentechnikrecht in Widerspruch, demgemäss Risiken für Mensch, Tier und Umwelt ganz auszuschliessen sind.

September 2007

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat die drei Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Weizen der Universität Zürich und der ETH Zürich mit Auflagen bewilligt. Die Versuche sollen von 2008 bis 2010 in Zürich-Reckenholz sowie in Pully bei Lausanne durchgeführt werden. Der SAG angeschlossene Organisationen kritisieren die Bewilligung, da in den vorliegenden Versuchsanordnungen wichtige Resultate zur Einschätzung möglicher negativer Auswirkungen auf andere Lebewesen fehlen. Das Stufenprinzip Labor-Gewächshaus-Freisetzung des Gentechnikgesetzes GTG ist nicht eingehalten, weil vorab zu wenig Abklärungen in geschlossenen Systemen vorgenommen worden sind. Die gentechnikkritischen Organisationen werfen dem BAFU vor, das Gentechnikgesetz zu missachten. Greenpeace prüft in den nächsten Wochen die Argumente der Bewilligungsbehörde und lotet Möglichkeiten aus, wie die Gentech-Aussaat bekämpft werden kann.

Juni 2007

14 gentechnik-kritische Organisationen nehmen zu den geplanten Freisetzungs-Experimenten der Universität Zürich und der ETH mit Gentech-Pflanzen Stellung. Hauptkritikpunkt ist, dass das Gentechnikgesetz nicht eingehalten wird. Es fehlen relevante Resultate zur Einschätzung möglicher negativer Auswirkungen auf andere Lebewesen in geschlossenen Systemen. Das BAFU wird aufgefordert, alle drei Bewilligungsgesuche abzulehnen.

Mai 2007

Die Universität Zürich sowie die ETH Zürich beantragen im Rahmen des NFP 59 gentechnisch veränderten Weizen sowie eine Kreuzung zwischen Weizen und einem Wildgras zu Forschungszwecken in der Umwelt freisetzen zu können. Die Versuche sollen von 2008 bis 2010 in Reckenholz, Stadtgebiet Zürich, sowie in Pully bei Lausanne durchgeführt werden.

 

Bild_Futtermittel
Gut Rheina

Im Jahre 2008 wurden in der Schweiz 0% Gentech-Futtermittel importiert.

Durch das Anbau-Moratorium werden in der Schweiz keine Gentech-Pflanzen für die Futtermittelproduktion angebaut. Indirekt wirkt sich das Moratorium auch auf den Import von Gentech-Futtermitteln aus. Diejenigen Lebens- und Futtermittel, die in vermehrungsfähiger Form vorliegen (zum Beispiel Samen von Gentech-Raps oder Bohnen von Gentech-Soja) fallen unter den Geltungsbereich des Moratoriums.
Bewilligte Gentech-Futtermittel


Juni 2012

Gentechnisch veränderte Futtermittel werden mit der Aufnahme in die Liste der gentechnisch veränderten Futtermittel (GVO-Futtermittelliste) vom BLW zugelassen. Zurzeit sind in der Schweiz gemäss Futtermittelliste vier GVO als Futtermittel zugelassen. Als Saatgut, Pflanzenschutzmittel oder Dünger sind momentan keine GVO zugelassen, es wurden dafür auch keine Bewilligungsanträge eingereicht. Insgesamt ergibt sich aber gemäss Artikel 62 und 68 der Futtermittel-Verordnung eine beachtliche Liste an zugelassenen und tolerierten GVO als Futtermittel in der Schweiz.

Juni 2012

Gentechnisch veränderte Futtermittel werden mit der Aufnahme in die Liste der gentechnisch veränderten Futtermittel (GVO-Futtermittelliste) vom BLW zugelassen. Zurzeit sind in der Schweiz gemäss Futtermittelliste vier GVO als Futtermittel zugelassen. Als Saatgut, Pflanzenschutzmittel oder Dünger sind momentan keine GVO zugelassen, es wurden dafür auch keine Bewilligungsanträge eingereicht. Insgesamt ergibt sich aber gemäss Artikel 62 und 68 der Futtermittel-Verordnung eine beachtliche Liste an zugelassenen und tolerierten GVO als Futtermittel in der Schweiz.

November 2011

Gemäss der Zollstatistik wurden im Jahre 2010 wie in den Vorjahren 2008 und 2009 keine Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthielten, eingeführt. Dies belegt, dass gentechnikfreie Futtermittelimporte möglich sind, obwohl der weltweite Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln weiterhin zunimmt.

November 2009

Es liegt eine Statistik über Futtermittelimporte und deren Anteil mit GVO-Deklaration seit dem Jahre 1999 vor. Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW gibt jährlich im Agrarbericht Angaben zu den Importzahlen von Gentech-Futtermitteln.

Deklaration Futtermittel

Gentechnisch veränderte Futtermittel werden mit der Aufnahme in die Liste der gentechnisch veränderten Futtermittel (GVO-Futtermittelliste) vom BLW zugelassen (Futtermittelverordnung Artikel 62). Die Anforderungen an die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Futtermitteln sind in Futtermittelverordnung Artikel 66 geregelt.

In der Schweiz wurde die Nulltoleranz für Futtermittel, die unbeabsichtigt Spuren nicht zugelassener gentechnisch veränderter Organismen enthalten, bereits vor einigen Jahren aufgehoben. Unbewilligte, verunreinigte Futtermittel dürfen nach Futtermittelverordnung Artikel 68 in Verkehr gebracht werden, wenn der Anteil der Spuren nicht zugelassener GVO höchstens 0,5 Massenprozent beträgt und belegt werden kann, dass geeignete Massnahmen zur Vermeidung der unerwünschten Verunreinigungen ergriffen wurden. In der EU galt bisher die Nulltoleranz für solche GVO-Verunreinigungen in Futtermitteln. Diese wurde jetzt auch aufgehoben. Ab nun sind in Futtermittelimporten geringfügige Spuren von in der EU nicht zugelassenen Gentech-Pflanzen erlaubt, wenn sie die technische Nachweisgrenze von 0,1 Prozent nicht überschreiten.

externer Link: Schweiz: Futtermittelverordnung Artikel 68
externer Link: EU: Transgen.de


Bild: www.gmo-free-regions.org

Gentechnikfreie Regionen sind in Europa aus der Diskussion um den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Bauern schliessen in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in weiträumigen Regionen Selbstverpflichtungserklärungen ab und machen deutlich, dass sie selbst entscheiden, welche landwirtschaftliche Anbauform bevorzugt wird. In den letzten Jahren haben sich mehr als 260 Regionen und über 4’500 Gemeinden in Europa als gentechnikfrei erklärt. Im Trend verdichtet sich das Netzwerk der gentechnikfreien Regionen.

In ganz Europa erklären Bauern und ihre Nachbarn ihre Betriebe zu gentechnikfreien Regionen. Auch in der Schweiz haben einige Landwirte im Vorfeld zur Abstimmung über die Gentechfrei-Initiative eine entsprechende Selbstdeklaration unterschrieben.

Schweiz

Europa

September 2012

Die 7. Europäische Konferenz gentechnikfreier Regionen findet am 4./5. September 2012 in Brussel statt.

Mai 2012

Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen der Motion Ritter die Zweckmässigkeit einer Regelung über GVO-freie Gebiete in der Schweiz und allfälliger Förderungsinstrumente zu prüfen.

Dezember 2010 bis Mai 2012

Verschiedene Gemeinden, Bundesländer oder Einzelstaaten verlangen oder vereinbaren den Status der Gentechnikfreiheit.

Siehe: News zu diesem Thema (oben rechts)

November 2010

Unter dem Motto «Werte schaffen – Regionen stärken» fand am 25./26. November 2010 die 4. Konferenz der gentechnikfreien Regionen am Bodensee statt.

September 2010

Die 6. Europäische Konferenz der gentechnikfreien Regionen findet 2010 in Belgien statt.

März 2010

Die Europäische Kommission hat ihre Absicht angekündigt, noch im Sommer 2010 einen Vorschlag vorzulegen, der den Mitgliedstaaten mehr Entscheidungsfreiheit in der Frage des Anbaus gentechnisch veränderter Sorten lassen soll.

April 2009

Die SAG übernimmt die inhaltliche und organisatorische Planung der 5. Europäischen Konferenz der gentechnikfreien Regionen. Am 24./25. April 2009 findet die erfolgreiche Durchführung der Konferenz im KKL Luzern unter dem thematischen Titel „Food and Democracy“ statt. Es nehmen 250 TeilnehmerInnen aus 39 Ländern teil, die von der Präsidentin des Schweizischen Nationalrates, den Landwirtschaftsministern von Österreich, Schottland und Tschechien (EU Präsidentschaft 2009), vom Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes und vielen anderen begrüsst wurden.

Mai 2008

März 2006

Bild_Recht
Bild: www.parlament.ch

Der Umgang mit Organismen - und damit auch mit GVP - ist in der Schweiz auf Verfassungs-, Gesetzes- und Verordnungsebene geregelt. Die Schweizerische Bundesverfassung formuliert in Artikel 74 eine Staatszielbestimmung für den Umweltschutz und fordert den Lebens- und Gesundheitsschutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt gegenüber schädlichen und lästigen Umwelteinwirkungen. Das Gentechnikgesetz und seine Verordnungen haben den Zweck, den Menschen und die Umwelt, insbesondere Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume, vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen durch den Umgang mit Organismen in geschlossenen Systemen und in der Umwelt zu schützen.

Das Gentechnikrecht hat eine hohe Regeldichte, so die Gewährleistung der Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt, der Koexistenz, der Warenflusstrennung, der Wahlfreiheit (Deklaration) oder der Langzeitüberwachung (GVO-Monitoring). Auch nach Ablauf des Moratoriums braucht es Regelungen, um den Schutz von Mensch und Umwelt sowie auch der gentechnikfreien Landwirtschaft garantieren.

Mai 2012

Eine Motion im Nationalrat beauftragt den Bundesrat die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit das geltende Moratorium für die Landwirtschaft nach Ablauf am 27. November 2013 weiterhin befristet gilt. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

Mai 2012

Am 9. Mai 2012 hat der Bundesrat die revidierte Einschliessungsverordnung auf den 1. Juni 2012 in Kraft gesetzt. Die Revision war nötig geworden wegen der neuen Rechtsgrundlagen des Gentechnik- und des Umweltschutzgesetzes für den Umgang mit gentechnisch veränderten und krankheitserregenden Organismen. Neu macht die Verordnung auch Vorgaben für den Umgang mit gebietsfremden Organismen.

Dezember 2011

Die Freisetzungsverordnung sieht vor, dass das Bundesamt für Umwelt ein Monitoringsystem aufbaut, damit die Existenz von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Umwelt frühzeitig erkannt werden kann. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat entsprechende Projekte gestartet.

Juli 2011

Die Einschliessungsverordnung beauftragt das Bundesamt für Umwelt, Listen der zugeordneten Organismen und der biologischen Sicherheitssysteme zu führen. Diese Listen betreffen natürliche Mikroorganismen. In den vorliegenden Listen finden sich die offiziell eingruppierten Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze.

März 2010

In der Schlussabstimmung der Frühjahrsession 2010 haben der Ständerat und der Nationalrat eine dreijährige Moratoriumsverlängerung angenommen. Dazu wird das Gentechnikgesetz angepasst (Übergangsbestimmung Artikel 37a).

Juli 2009

Der Bundesrat veröffentlicht am 1. Juli 2009 eine Botschaft zur Änderung des Gentechnikgesetzes (Verlängerung des GVO-Moratoriums in der Landwirtschaft).

Oktober 2008

Der Bundesrat hat die revidierte Freisetzungsverordnung auf den 1. Oktober 2008 in Kraft gesetzt. Die Revision war nötig aufgrund der neuen, strengeren Rechtsgrundlagen des Gentechnik- und des Umweltschutzgesetzes für den Umgang mit gentechnisch veränderten, pathogenen und gebietsfremden Organismen.

März 2006

Die SAG stellt den angeschlossenen Organisationen eine Muster-Stellungnahme zum Entwurf der Freisetzungsverordnung zur Verfügung. In der Stellungnahme wird betont, dass sie die Kennzeichnungslimite von 0.1% für Erzeugnisse, mit denen direkt in der Umwelt umgegangen werden soll, als einen entscheidenden Faktor für die Diskussion nach der Moratoriumsphase erachtet wird. Wenn der Schutz der Umwelt, der Produktion ohne Gentechnik und der Wahlfreiheit der Konsumierenden umgesetzt werden soll, muss der Deklarationswert von 0.1% insbesondere auch für Saatgut und Pflanzgut gelten (zurzeit gilt gemäss Saatgutverordnung ein Deklarationswert von 0.5%).

Dezember 2005

Der Bundesrat wollte noch vor der Volksabstimmung zur Gentechfrei-Initiative die Koexistenz regeln und hat einen Entwurf für eine Koexistenzverordnung in die Vernehmlassung geschickt. Die SAG und das FiBL stellten den angeschlossenen Organisationen eine Muster-Stellungnahme zum Entwurf der Koexistenzverordnung zur Verfügung. Ende Dezember reicht die SAG zu Handen des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement ihre Stellungnahme zum Entwurf der Koexistenzverordnung ein.

November 2004

Der Bundesrat verabschiedet die Cartagena-Verordnung, die im Wesentlichen die Ausfuhr von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) regelt.

Januar 2004

Das Gentechnikgesetz, das vom Parlament am 21. März 2003 verabschiedet wurde, tritt am 1. Januar 2004 in Kraft.

Gentechfrei-Info Nr. 58

  • Verlängerung des Gentech-Moratoriums auf gutem Weg
  • Sativa Rheinau AG erhält Förderpreis für neuen Zuckermais
  • Pestizid-Einsatz bei Gentech-Pflanzen. Das Wettrüsten auf dem Acker

Sicherheitsrisiko Gentechnik

Buchpublikation von Arpad Pusztai und Susan Bardocz