Nanotechnologie

13.9.2012 | Nanotechnologie

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88% der US-BürgerInnen haben kein Interesse an der Nanotechnologie in Lebensmitteln. Bild: http://en.wikipedia.org

Das Umfrageinstitut «Corporate Communications Harris Interactive» hat in den USA das Wissen der Bevölkerung zur Nanotechnologie erörtert. Die Vertrautheit mit der Nanotechnologie ist regional unterschiedlich, aber allgemein gering. Es ergab sich keine signifikante Differenz zwischen optimistischer und pessimistischer Haltung unter jenen Bürgerinnen und Bürgern der verschiedenen Regionen, die mit der Nanotechnologie einigermassen vertraut sind. Unter jenen, die zumindest von der Nanotechnologie bereits etwas gehört haben, liegt das Interesse bei der Energieproduktion (59%), Umweltbereinigung (55%) und Computerbranche (54%) am höchsten. Das Interesse war am tiefsten bei Anwendungen bei Textilien (12%), Lebensmitteln (12%) und Kosmetika (15%).

externer Link: Harris Interactive

22.6.2012 | Nanotechnologie

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C60-Fulleren in kristalliner Form. Bild: de.wikipedia.org

500 Firmen in 30 Ländern produzieren heute Nanomaterialien. Allein in der EU sind 300'000 – 400'000 Arbeitsplätze involviert. Im Rahmen einer Literaturrecherche der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) wurde festgestellt, dass an Arbeitsplätzen, wo mit Nanomaterialien gearbeitet wird, erhebliche Mängel hinsichtlich des Bewusstseins über mögliche Risiken beim Umgang mit den Nanomaterialien bestehen. So sind nach EU-OSHA 75% der Arbeitnehmenden nicht einmal bewusst, dass sie mit Nanomaterialien arbeiten. Auch die Risikokommunikation am Arbeitsplatz lasse sehr zu wünschen übrig.

2.5.2012 | Nanotechnologie

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Carbon Nanotube. Bild: en.wikipedia.org

Die Schweizer Öffentlichkeit kann sich im Internet über Nanotechnologie und Nanomaterialien informieren. Mit einem Projekt verschiedener Bundesstellen soll einem Bedürfnis von Konsumentenseite entgegen gekommen werden. Via Website – die Internetplattform InfoNano – kann sich die breite Öffentlichkeit umfassend und immer aktuell über Chancen, allfällige Risiken und Gefahren von Nanomaterialien für die Gesundheit und die Umwelt informieren.

externer Link: Medienmitteilung BAG
externer Link: InfoNano

22.10.2011 | Nanotechnologie

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Siliziumdioxid Nanopartikel von verschiedener Grösse: (a) 20nm, (b,d) 45nm, and (c) 80nm.
Bild: Nandiyanto, en.wikipedia.org

Die fehlende Definition von Nanomaterialien galt immer als einer der Gründe, weshalb die Nanotechnologie nicht gesetzlich geregelt werden kann. Jetzt hat die EU Kommission eine Definition von Nanomaterialien vorgelegt. Ein Nanomaterial wird beschrieben als „ein natürliches, bei Prozessen anfallendes oder hergestelltes Material, das Partikel in ungebundenem Zustand, als Aggregat oder als Agglomerat enthält, und bei dem mindestens 50% der Partikel in der Anzahlgrössenverteilung ein oder mehrere Aussenmasse im Bereich von 1nm bis 100nm haben.“ Diese Definition sei, so die EU Kommission, ein wichtiger Schritt im Hinblick auf den Umgang mit etwaigen Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat erste Kritik am Definitionsvorschlag publiziert.

externer Link: Medienmitteilung der Europäischen Kommission
externer Link: Entwurf der Kommissions Empfehlung
externer Link: Deutsche Naturschutzring DNR

22.8.2011 | Nanotechnologie

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Bild: www.naturland.de

Naturland, ein Verein mit Sitz in Gräfelfing bei München, fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 53’000 Bauern einer der grössten ökologischen Anbauverbände. Der Öko-Verband hat nun die Verwendung von Nanomaterialien für Lebensmittel und Kosmetika, inklusive in deren Verpackungen, verboten. Die Begründung für das Verbot liegt darin, dass zurzeit über die möglichen Gesundheitsschäden und Umweltauswirkungen von Nanomaterialien zu wenig bekannt ist. Kürzlich hatte das EU-Parlament am 6. Juli 2011 eine Verordnung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln, die auch Nanomaterialien umfasst, verabschiedet.

externer Link: Naturland