Nanotechnologie

7.1.2013 | Nanotechnologie

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Gold-Nanopartikel färben unbehandelte Haare (links): Nach 1-tägiger Behandlung (Mitte), Behandlung 16 Tage (rechts). Bild: http://www.nanowerk.com; © 2012 American Chemical Society

Französische Forscher berichten über die erstmalige Synthese von Gold-Nanopartikeln in menschlichen Haaren. Das Team war inspiriert von den alten Griechen und Römern, welche menschliche Haare mit metallischen Bleiverbindungen färbten. Die Färbung mit Nanopartikeln wurde nun erreicht, indem weisse Haare in eine Lösung einer Goldverbindung (Tetrachloridogoldsäure, HAuCl4) eingetaucht wurden, wobei sich im Haar Gold-Nanopartikel ausbilden. Mit elektronenmikroskopischen Aufnahmen wurde belegt, dass Gold-Nanopartikel innerhalb der Haare an Strukturen (Filamente von Keratinmolekülen) gebunden wurden. Es gelang verschiedene Tönungen zu erreichen: Vom Goldblond über Braun bis Dunkelbraun. Die Farbe blieb nach wiederholten Waschvorgängen erhalten. Die Forscher erwägen, das Verfahren zur Färbung von Wolle zu patentieren. Und weil die Gold-Nanopartikel innerhalb des Haares unter UV-Licht fluoreszieren, erhoffen sich die Forscher auch Anwendungen zwecks wissenschaftlicher Erkenntnisse. In ihrer Publikation meinen sie zum Schluss: «Diese Biomineralisierung von menschlichem Haar könnte auch Anwendungen in der Haarfärbungs-Industrie haben.»

externer Link: Abstract der Publikation
externer Link: Bericht I Nanowerk
externer Link: Bericht II Nanowerk

11.12.2012 | Nanotechnologie

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Bild: http://nano.taenk.dk/products

Einige Länder und Organisationen wollen auf die fehlende Kennzeichnungspflicht für Nano-Produkte aufmerksam machen, indem sie Datenbanken (Inventare) veröffentlichen, in denen Produkte mit Nano-Materialien aufgelistet sind. In der Schweiz fehlt heute ein solches Inventar. Neu hat der dänische Umweltrat zusammen mit dem Verbraucherschutzrat und der Technischen Universität eine Datenbank erstellt und im Internet zugänglich gemacht. Sie enthält über 1’200 Produkte, die in Dänemark angeboten werden. Für jedes einzelne Produkt sind die verwendeten Nanomaterialien angegeben und mittels farbigen Symbolen soll ersichtlich werden, wer möglicherweise mit dem Produkt in Kontakt kommen kann (Arbeitnehmer, Konsumenten, Umwelt) und ob dies voraussichtlich ein Risiko für Mensch und/oder die Umwelt darstellt.

externer Link: The Nanodatabase (Dänemark)

15.11.2012 / Nanotechnologie

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Bild: http://nanoinformation.at/

Seit Mai 2012 kann sich die Schweizer Öffentlichkeit im Internet auf der Webseite InfoNano des Bundesamts für Gesundheit BAG über Chancen sowie Risiken von Nanomaterialien für die Gesundheit und die Umwelt informieren. Nun hat ein Zusammenschluss aus österreichischen Behörden, Forschungseinrichtungen, Interessensvertretungen und NGOs unter der Leitung des österreichischen Bundesamts für Gesundheit BMG ebenfalls ein Nanoinformationsportal erarbeitet. Das Portal erfüllt einen Aspekt der Massnahmen des Österreichischen Nationalen Aktionsplans Nanotechnologie. Das publikumsorientierte Webseite liefert Informationen über Grundlagen, Produkte, Lebensmittel, Gesundheit, Umwelt, Arbeitswelt, Wissenschaft und Forschung, Rechtliches und über den Österreichischen Aktionsplan.

externer Link: NanoInformationsPortal (Österreich)
externer Link: InfoNano (Schweiz)

2.11.2012 | Nanotechnologie

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Bild: http://de.wikipedia.org

Bereits vor über zehn Jahren wurden nanotechnologische Anwendungen in der Automobilindustrie eingeführt. Inzwischen hat sich der Einsatz von Nanomaterialien etabliert. Das Spektrum ist sehr vielfältig, so beispielsweise Antibeschlagbeschichtung für Scheinwerfer und Spiegel, Nanobeschichtungen für bessere Sicht im Auto, Nanopartikel im Autolack und in Polstersitzen zur Verhinderung des Haftens von Schmutzpartikeln (Lotuseffekt), Erhöhung der Haltbarkeit der Reifen und Verringerung von deren Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch oder Nanostrukturen als Katalysatormaterial. In Luxus-Autos gibt es bereits so genannte Head-up-Displays, welche Informationen wie die aktuelle Fahrgeschwindigkeit in die Windschutzscheibe einblenden.

externer Link: GeVestor
externer Link: Spektrum der Wissenschaft
externer Link: Spiegel Online
externer Link: T-Online (Video)

15.10.2012 | Nanotechnologie

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Konsumprodukte, die Nanomaterialien enthalten, werden immer zahlreicher.
Bild: http://de.wikipedia.org


Das «Project on Emerging Nanotechnologies» wurde 2005 als eine Zusammenarbeit der beiden in Washington DC ansässigen Institute «Woodrow Wilson International Center for Scholars» und «Pew Charitable Trusts» gegründet. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, dass im Zuge der voranschreitenden Nanotechnologien die Risiken minimiert werden, das Engagement von Öffentlichkeit und Konsumenten gestärkt bleibt und potentieller Nutzen erkannt wird. Insbesondere bekannt geworden ist das Projekt durch sein Inventar zu den heute im Handel befindlichen Nanomaterialien. Anfangs Oktober 2012 wurden im Inventar 303 Konsumentenprodukte zugefügt. Das Inventar enthält nun 1'317 Konsumentenprodukte. Seit März 2006 beträgt das Wachstum der Publikumsprodukte 521%. Die USA liegen noch immer an der Spitze. Europa hat Asien in der Rangfolge der Anbieter überholt. Für die Schweiz werden über 10 Produkte aufgeführt.

externer Link: Project on Emerging Nanotechnologies
externer Link: Alle Produkte (A-Z)
externer Link: Grafiken zu den Produkten
externer Link: Schweiz