Importe

 

Bild_Import
Bild: Hp. Teutschmann

Das Moratorium betrifft die Importe von Lebensmittel und Futtermittel indirekt. Lebens- und Futtermittel unterstehen dann dem Geltungsbereich des Moratoriums dann, wenn sie in keimfähiger Form vorliegen (z.B. Maiskörner, Sojabohnen, Rapssamen etc.), da sie beim Transport unbeabsichtigt in die Umwelt gelangen können und sich dort vermehren können.

In der Schweiz sind relativ wenige Gentech-Lebensmittelbestandteile und Gentech-Futtermittel bewilligt. Der Import von Gentech-Futtermitteln ist praktisch Null und in den Lebensmittelregalen gibt es keinerlei Gentech-Produkte. Indirekt ist dies eine Auswirkung des Anbau-Moratoriums in der Landwirtschaft. Ein direktes Moratorium gegen die Bewilligung und den Import gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel aus dem Ausland ist aber wegen der Welthandelsvereinbarungen kaum möglich. Die Schweiz ist WTO-Mitgliedstaat.


 

27.08.2013 |  Importe
130827gvo2012CH
Übersicht über die Ergebnisse der Kontrollen der kantonalen Vollzugsbehörden im Jahr 2012. Grafik BAG

Das Bundesamt für Gesundheit BAG erfasst seit 2008 im Auftrag des Bundesrates jährlich die Ergebnisse der Kontrollen der kantonalen Vollzugsbehörden zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. 2012 wurden insgesamt 496 Lebensmittelproben auf Gentech-Bestandteile untersucht. Dabei wurden vor allem Produkte aus Mais, Soja und Reis wie Tofu, Polenta, Tortilla Chips, Reiswaffeln und Getreideriegel beprobt. Bei diesen ist das Risiko einer Verunreinigung besonders gross. Ein weiterer Schwerpunkt wurde 2012 auch auf exotische Früchte, beispielsweise Papaya und beim Gemüse auf Auberginen gelegt. Gesamthaft betrug der Anteil der positiven Proben 12.1 Prozent. Grossenteils handelte sich bei den positiven Proben um Gentech-Bestandteile von in der Schweiz erlaubten Gentech-Pflanzen. Nur eine der Proben enthielt aber einen deutlich höheren Gentech-Anteil als die ohne Deklaration erlaubten 0,9 Prozent. Bei 10 Proben wurden Bestandteile von Gentech-Pflanzen entdeckt, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, in der EU aber bewilligt wurden. Bei diesen Produkten handelte es sich meist um Getreideriegel und Sportlernahrung. Brisant ist besonders ein positiver Befund: es wurden 2 gentechnisch veränderte Gemüse-Papaya aus Thailand entdeckt. Diese Papaya ist weltweit nirgends zum Verzehr zugelassen und wurde noch in keinem Bewilligungsverfahren beurteilt.

5.2.2010 | Import

Bild_Import (1)
Bild: Gut Rosenkrantz

Gemäss Zollstatistik wurden im Jahre 2008 erstmals keine Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthielten, eingeführt. Dies ist umso erstaunlicher, als der weltweite Anbau weiterhin zunimmt. Analyseresultate, die im Rahmen von Stichproben vom Zoll oder von der Futtermittelkontrolle (ALP) erhoben wurden, unterstützen die Richtigkeit der Zollstatistik.

PDF: BLW: Gentechnisch veränderte Organismen in Futtermitteln

1.4.2011 | Importe

bild_tabimport

Bild: www.blw.admin.ch

Im Agrarbericht 2010 heisst es: „Das zweite Jahr in Folge konnten die Importeure auf dem Weltmarkt Futtermittel ohne gentechnisch veränderte Bestandteile einkaufen und einführen.“ Und die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP berichtet: „Von den insgesamt 1'227 Nutztierfuttermittelproben wurden 190 Mischfutter und 107 Ausgangprodukte auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Davon wurde ein Mischfuttermittel als nicht-konform eingestuft, weil es eine GVO-Soja enthielt, die zwar zugelassen, aber nicht deklariert war. Bei den Heimtierfuttermitteln musste eine der 109 analysierten Proben aufgrund nicht-zugelassener GVO beanstandet werden.“ Gemäss der Zollstatistik wurden also im Jahre 2009 wie im Vorjahr 2008 keine Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthielten, eingeführt. Dies belegt, dass gentechnikfreie Futtermittelimporte möglich sind, obwohl der weltweite Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln weiterhin zunimmt.

externer Link: BLW: Agrarbericht 2010
PDF: Agrarbericht 2010 Seite 176: Tabelle Futtermittelimporte
externer Link: Agroscope: GVO unter Beobachtung

1.11.2011 | Importe

bild_tab

Bild: www.blw.admin.ch

Im Agrarbericht 2011 heisst es: „Das dritte Jahr in Folge konnten die Importeure auf dem Weltmarkt Futtermittel ohne gentechnisch veränderte Bestandteile einkaufen und einführen. Gemäss den Analysenergebnissen konnte die Situation bei Heimtierfuttermittel gegenüber den Vorjahren verbessert werden. In der Periode 2009–2010 wurde unbeabsichtigt GVO-verunreinigte Leinsaat importiert. Diese weder in der EU noch in der Schweiz zugelassene Leinsaat wurde in Kanada und den USA für den Anbau sowie für die Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel zugelassen. Aufgrund der Ausnahmeregelung von Artikel 21b Abschnitt 2 der Futtermittelverordnung konnten 739 t (10 Posten) bereits eingeführter Leinsaat mit Spuren von gentechnischen Verunreinigungen mit entsprechender Bewilligung als Futtermittel verwendet werden. Eine Bewilligung wurde nur für jene Posten erteilt, welche weniger als 0,5 % gentechnische Verunreinigungen enthielten. Dieser Grenzwert war bei 24t (2 Posten) bereits eingeführter Leinsaat überschritten. Diese beiden Posten mussten vernichtet werden.“ Gemäss der Zollstatistik wurden also im Jahre 2010 wie in den Vorjahren 2008 und 2009 keine Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen enthielten, eingeführt. Dies belegt, dass gentechnikfreie Futtermittelimporte möglich sind, obwohl der weltweite Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln weiterhin zunimmt.

externer Link: Agrarbericht 2011
PDF: Agrarbericht 2011 Seite 176: Tabelle Futtermittelimporte

22.11.2012 | Importe
agrarberich-12

Das vierte Jahr in Folge wurden 2011 keine Gentechfuttermittel in die Schweiz importiert. Im ersten Berichtsjahr 2007 waren noch 55 Tonnen Futtermittelimporte als GVO gemeldet worden. Dies geht aus dem neuen Argarbericht 2012 hervor. Keine der insgesamt 59 vom Zoll 2011 analysierten Proben wies gvo-haltige Anteile auf. Agroscope untersuchte weitere 239 Proben.  Darunter befanden sich 4 Einheiten, die mehr als 0.9 % gentechnisch veränderte Bestandteile enthielten und somit als falsch deklariert eingestuft werden müssen.
Auch die importierten Heimtierfuttermittel wurden von Agroscope untersucht und sie zeigen ein ähnlich erfreuliches Bild. Von 106 beprobten Chargen wiesen lediglich 2 einen Anteil von über 0.9 % GVO aus. 2007 waren bei den Heimtierfuttermitteln noch 9 Proben positiv ausgefallen.

Externer Link: Agrarbericht
PDF: Importstatistik

Unterkategorien