Bei neuen Pflanzenzuchtverfahren wird es immer schwieriger, eine klare Trennlinie zwischen gentechnischen Verfahren und anderen Züchtungstechniken zu ziehen. Das Deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Februar 2015 einen sogenannten RTDS-Raps der Firma Cibus mit „nicht als Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes“ eingestuft. Der fragliche Raps wurde mit Hilfe von kurzen Abschnitten synthetischen Erbguts (Oligonukleotiden) entwickelt. Nach diesem Entscheid könnten entsprechende herbizidresistente Pflanzen ohne Sicherheitsprüfung und Kennzeichnung angebaut werden. Gegen den Entscheid haben mehrere Verbände eine Einsprache eingelegt. Sie befürchten, dies führe zu unkontrollierten Freisetzungen von genmanipuliertem Raps. Auch in der Schweiz steht die Regulierung der neuen Züchtungsmethoden an. (SAG, 9.03.15)

 

Quelle: SAG, 9.3.15
http://www.gentechnologie.ch/index.php/9-moratorium/rechtkat/837-kein-blankoscehin-fu-r-neue-gentechnik-verfahren

Kein Blankoschein für neue Gentechnik-Verfahren!

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