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Der Zellkern ist das Informations und Steuerzentrum der Zelle. In dieser rundlichen Struktur befindet sich das Erbgut in Form von zu Chromosomen gebündelter DNA. Ein Zellkern ist nur bei den Eukaryoten (Tiere, Pflanzen, Pilze) vorhanden. Eine Doppelmembran, die Kernhülle, schützt den Kerninhalt und reguliert den Stofftransport zwischen Kern und Zellinhalt. Der Nukleus ist Schauplatz für wichtige Regulierungs- und Erbvorgänge. Unter anderem wird die in der DNA enthaltene Information in die Botenmoleküle (mRNA) umgeschrieben. Um das Erbgut im Zellkern zu verändern, müssen die fremden Gene oder die Komponenten der Genschere sowohl bei den klassischen als auch bei den neuen gentechnischen Verfahren in den Zellkern eingeschleust werden – dies geschieht mittels Partikelkanonen oder mithilfe von Viren oder Bakterien.

Saatgutgesetze schreiben vor, welches Saatgut in den Handel kommen darf. Alle anderen Samen sind illegal. Diese Gesetze wurden in den USA und Europa in den 50er und 60er-Jahren eingeführt, damit die Bauern eine gewisse Sicherheit haben, gutes Saatgut zu erhalten. Saatgutgesetze will man nun auch in Afrika durchsetzen. So hat kürzlich das Landwirtschaftsministerium in Malawi mitgeteilt, dass auf Saatgutmärkten nur noch zertifiziertes Saatgut von registrierten Händlern verkauft werden darf. Alles andere ist demnach illegal. Dieser Beschluss wurde von der Zivilbevölkerung heftig kritisiert, denn er hat negative Auswirkungen auf die Bäuerinnen und Bauern, welche lokales Saatgut züchten, vermehren, tauschen und auf dem Markt verkaufen.