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Die US Food and Drug Administration (FDA) betont die Notwendigkeit einer strengen Aufsicht von genomeditierten Tieren. Würden GE-Tiere weniger streng kontrolliert, wäre die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet. Der Entscheid kam überraschend, denn die Biotech-Industrie betrieb bei der US-amerikanischen Regierung starkes Lobbying für einen Verzicht auf Überwachung. (Biotech Salon, 17.2.20 / GMWatch, 10.2.20)

Der französische Staatsrat (oberstes Verwaltungsgericht) bekräftigt, dass sowohl die Genomeditierung (von Biotechnologen bevorzugt als gerichtete Mutagenese bezeichnet) als auch die ungerichtete Mutagenese als gentechnische Verfahren geregelt werden sollen. Damit zieht Frankreich mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) mit – und handelt gegen den Standpunkt des eigenen Premierministers. (SAG, 18.2.20 / Inf’OGM, 10.2.20)

Bei einer Reihe von behördlichen Tests wurde das Laboratory of Pharmacology and Toxicology Hamburg (LPT) des Betruges und anderer Vergehen beschuldigt. Ebendieses Labor verfasste 20 wissenschaftliche Studien, welche die Sicherheit des Unkrautvernichters Glyphosat beweisen. Dieser Befund stellt die Glaubwürdigkeit industrienaher Studien in Frage. (PAN-Europe, 11.02.20)

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk betont Angelika Hilbeck, Agrarökologin am Institut für integrative Biologie der ETH Zürich, dass bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) gesetzliche Anforderungen sehr einseitig ausgelegt würden. Die Prüfverfahren wären sehr industriefreundlich, haben demnach den Anbau oder die Zulassung von GVP zum Ziel. Der Vorsorgegedanke – also der Umweltschutz – sei zweitrangig. (Deutschlandfunk, 21.1.20)

Laut dem statistischen Amt der Europäischen Union (EU) Eurostat ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche in der EU zwischen 2012 und 2018 um 34% gewachsen. Mit 24.1% biologisch bewirtschafteter Fläche führt Österreich die Tabelle an, gefolgt von Estland (20.6%) und Schweden (20.3%). Das Schlusslicht wird von Malta bebildet, wo lediglich 0.4% der Anbaufläche ökologisch bewirtschaftet sind. (Eurostat, 12.2.20)