Die Schweizer Allianz Gentechfrei SAG versteht sich als kritisches Forum zu Fragen der Gentechnologie. Sie ist eine Plattform der Diskussion, Information und Aktion für Organisationen und Einzelmitglieder, die der Gentechnologie kritisch gegenüberstehen. Heute wirkt die SAG als Dachorganisation von rund 24 Schweizer Verbänden aus den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Medizin, Entwicklungszusammenarbeit, biologischer Landbau und KonsumentInnenschutz.

 


Geschichte

2016

Juni 16
An der Mitgliederversammlung im Juni 2016 wird die SP-Nationalrätin und studierte Agronomin ETH Martina Munz zur neuen Präsidentin der SAG gewählt.

Mai 16
Der Vorstand schlägt der Mitgliederversammlung vom Juni 2016 die SP-Nationalrätin und studierte Agronomin ETH Martina Munz zur Wahl als neue Präsidentin der SAG vor.

März 16
Nach 15 erfolgreichen Jahren als SAG-Präsidentin gibt Maya Graf ihren Rücktritt per Ende Juni bekannt.

2015

Eine neue Info-Broschüre mit Kurzinformationen zur Gentechnologie vermittelt einen Überblick über die Ziele und Tätigkeiten der SAG.

Die SAG feiert ihr 25-jähriges Jubiläum.

Die Mitgliederversammlung vom 23. Juni 2015 beschliesst die Namensänderung auf SAG Schweizer Allianz Gentechfrei

2013

31. Januar Vernehmlassung zur Änderung des Gentechnik-Gesetzes und der Koexistenzverordnung für die Zeit nach dem Anbau-Moratorium.

2012

Veröffentlichung einer SAG Broschüre mit kritischen Anmerkungen zum Abschlussbericht des nationalen Forschungsprogrammes NFP9.

SAG Geschäftsführer Daniel Ammann geht Ende August nach 20-jähriger Tätigkeit für die SAG in die Pension. Neuer Geschäftsführer wird der promovierte Ingenieur Agronom Paul Scherer.

Der Nationalrat spricht sich im September mit einer grossen Mehrheit für die Verlängerung des Moratoriums bis 2017 aus.

Im Dezember folgt der Ständerat, der sich ebenfalls klar für eine Verlängerung des Gentech-Moratoriums ausspricht. Schlussabstimmung ist geplant für die Frühjahrssession 2013.

2011

Frühjahr 2011 Statutenergänzung an Mitgliederversammlung durch Aufnahme von Nanotechnologie in den Themenbereich der SAG. Umfassende Situationsanalyse zu dieser neuen Schlüsseltechnologie und deren Auswirkung auf die Gesellschaft.

24. Mai Workshop "Biologische Pflanzenzüchtungen in der Schweiz" in Zusammenarbeit mit Bio Suisse.

1. September Medienkonferenz "ETH-Feldversuch mit Gentech-Weizen: ein Misserfolg mit unbeabsichtigtem Nebeneffekt" zur Korrektur der beschönigenden Berichterstattung des Weizenkonsortiums und Notwendigkeit einer Moratoriumsverlängerung.

2010

SAG Argumentarium ist auch im Nationalrat erfolgreich.

In der Schlussabstimmung am Ende der Frühjahrssession 2010 wird die Moratoriumsverlängerung in beiden Räten deutlich bestätigt (Ständerat 33:10; Nationalrat 114:74).

Damit bleibt die Schweizer Landwirtschaft bis mindestens November 2013 gentechfrei.

2009

24./25. April erfolgreiche Durchführung von FOOD AND DEMOCRACY: Teilnahme von 250 TeilnehmerInnen aus 39 Ländern.

SAG-Argumentarium für eine Moratoriumsverlängerung für ParlamentarierInnen ist erfolgreich: Ständerat stimmt in der Herbstsession der Verlängerung zu.

2008

Inhaltliche und organisatorische Planung der fünften Europäischen Konferenz der gentechnikfreien Regionen im KKL Luzern unter dem thematischen Titel FOOD AND DEMOCRACY.

Aktivitäten zur Verlängerung des Moratoriums auf gesetzlichem Weg: Anregung und Begleitung von kantonalen Standesinitiativen.

Treffen mit allen Initiativ-Trägerorganisationen im Mai für die Planung der zweiten Moratoriumshalbzeit.

Präsentation der Gentechfrei-Initiative an der internationalen Konferenz Planet Diversity in Bonn.

Eine Gruppe von interessierten Fachleuten erarbeitet die «Rheinauer Thesen zu Rechten von Pflanzen» und stellt diese einer breiten Öffentlichkeit vor.

2007

Die SAG, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fintan, lanciert nationale, kantonale und überregionale Vorstösse für eine Schutzzone für Biosaatgut-Produktion.

Kritische Begleitung des NFP 59 und der damit verbundenen Freisetzungsgesuche.

2006

SAG-Präsidentin Maya Graf und SAG-Vorstandmitglieder stellen die Gentechfrei-Initiative an europäischen Anlässen vor.

Für eine gesamtschweizerische Opposition wird die Zusammenarbeit SAG/StopOGM durch regelmässige Koordinations-Sitzungen und Dokumentationsaustausch intensiviert.

Aufgleisung von Moratoriums-Projekten: Einsatz für kritische Projekte NFP 59, Koexistenzproblematik, Schutzzonen für Biosaatgutproduktion, Deklaration bei Gentech-Fütterung.

2005

In Zusammenarbeit mit dem Kampagnenbüro: Durchführung der Abstimmungskampagne.

Historischer Abstimmungserfolg am 27.11.05 für die Gentechfrei- Initiative. Gegen den Widerstand von Regierung und Parlamentsmehrheit wird die Initiative mit 55.7% von Bevölkerung und allen Kantonen angenommen.

Der Kontakt zu Mitgliedern und SpenderInnen wird ab 2005 neu mit diversen Anlässen gefördert: Sessionsbesuche im Bundeshaus und Exkursionen auf Gut Rheinau.

2004

Politische Aktivitäten zur Patentgesetzrevision, zusammen mit der Erklärung von Bern und dem Blauen-Institut: Die Erklärung «Gegen Patente auf Leben — für ein gerechtes Patentgesetz» wird von 40 Organisationen unterzeichnet.

Vorbereitung der Abstimmungskampagne: Erstellen des Kampagnenkonzepts, der Kampagnenstruktur und -finanzierung in Zusammenarbeit mit dem Kampagnenbüro. Vorbereitung der Abstimmungskampagne: Aufbau von Regionalgruppen, Produktion von Abstimmungsmaterialien, Bildung von nationalen und kantonalen Parlamentarier-Komitees.

2003

Start der Unterschriftensammlung am 18.2.03.

Einreichung von 120‘824 gültigen Unterschriften nur 6 Monate nach Beginn der Sammlung.

Gleichzeitig mit der Einreichung läuft «Mais im Bundeshuus» national in den Kinos an.

2002

Inhaltliche Begleitung der Debatte zur Gen-Lex (neu Gentechnikgesetz GTG) im Parlament. Ein glücklicher Zufall: Die Kommissionsarbeit in der WBK des Nationalrates wird filmisch umgesetzt. Im preisgekrönten Dokumentarfilm «Mais im Bundeshuus» ist eine der Protagonistinnen die SAG-Präsidentin Maya Graf.

Als Alternative zur Volksinitiative wird von der SAG ein freiwilliges Moratorium mit Branchenvertretern lanciert. An der Medienkonferenz vom 15.10.02 deklarieren die wichtigsten Branchenvertreter ihren freiwilligen Verzicht auf Gentech-Lebensmittel.

Das GTG wird vom Parlament angenommen, aber ohne die Forderung nach einem 10-jährigen Freisetzungsmoratorium. Die SAG schafft eine breite Basis von Verbündeten und lanciert die Gentechfrei- Initiative.

2001

Die Nationalrätin Maya Graf (Grüne Baselland) wird von der Mitgliederversammlung zur neuen Präsidentin gewählt.

Kritische Begleitung des Freisetzungsgesuchs der ETH Zürich zu transgenem Weizen.

Beschluss der Lancierung einer Volksinitiative für ein Moratorium in der Landwirtschaft, falls diese Forderung nicht auf dem Gesetzesweg erreicht wird.

2000

Einflussnahme der SAG auf den Gesetzgebungsprozess der Gen-Lex. Kommentare und Anträge zu Würde der Kreatur, Anbaumoratorium, Deklarationspflicht, Vorsorgeprinzip u.a.m.

Forderung von Verbot transgener Nutztiere und Xenotransplantation.

1999

Neupositionierung der SAG als Kompetenzzentrum, Konstituierung von Arbeitsgruppen zu den Themen Freisetzungen, Lebensmittel, Patente und Würde der Kreatur. Von 1999 bis 2004 Erstellung von Studienpapieren zu Lebensmittel, transgenen Tieren, Koexistenz, gentechnikfreie Zonen, Risiko und Vorsorge, Gentechnologie und Hunger u.a.m. Gründung des Vereins StopOGM – die Schwesterorganisation der SAG ist für die Romandie zuständig und arbeitet mit der SAG zusammen.

1998

Abstimmungskampf: Plakat- und Inseratenschaltung, Organisation von über 250 regionalen Anlässen, Betreuung von Leserbrief- SchreiberInnen, Mediendienst.

Kulturanlass im Vorfeld der Abstimmung: Bernhard Luginbühl verbrennt als Zeichen des Protests gegen Missbräuche der Gentechnologie eine Holzskulptur namens Pandora.

7.6.98: Das Abstimmungsresultat zur Gen-Schutz-Initiative ist ernüchternd mit nur 33,2% Ja.

1997

Aufbau der Abstimmungskampagne in Zusammenarbeit mit dem Kampagnenbüro.

Herausgabe des Buches «Mythos Gen»: Gespräche mit Christine von Weizsäcker, Franz Hohler und Adolf Muschg.

Über 1000 Kulturschaffende unterstützen die Gen-Schutz-Initiative und unterzeichnen die «Erklärung von Zürich».

Die SAG geht online.

1996

Mitwirkung und Unterstützung der Kampagne «Gut statt Gen». Rund 400 Gourmets-Restaurants, ProduzentInnen und Verkaufsstellen erklären, dass sie kein Gentech-Essen servieren/produzieren/ verkaufen.

Produktion und Herausgabe des Buches morgen, einem 328-seitigen Argumentarium zur Gen-Schutz-Initiative.

1995

Neues Informationsblatt: Im Frühjahr 1995 wird aus dem GENTECH aktuell die Gen-Schutz-Zeitung.

Dank Informationsarbeit bei Behörden und in der Öffentlichkeit wird die allgemeine Bewilligungs- und Deklarationspflicht für GVO eingeführt.

In einer Kampagne mit dem Basler Appell wird erfolgreich die Tollwutimpfung mit einem Gentech-Virus an Füchsen verhindert.

1994

Beginn der Umsetzungsphase der Gen-Schutz-Initiative: Inbetriebnahme eines Kampagnenbüros.

Erstmals werden Informations-Mailings mit Spendenbrief verschickt zur Schaffung einer breiteren Basis von Spendern und Mitgliedern.

1993

Pressekonferenz zu «Keine Patente auf Leben». Der Einspruch gegen das Krebsmauspatent wird beim Europäischen Patentamt eingereicht.

Die Nationalrätin und Ärztin Ruth Gonseth (Grüne Baselland) löst Monika Stocker als Präsidentin der SAG ab.

Begleitet von einem sehr breiten Medienecho wird die Gen-Schutz- Initiative am 25.10. mit über 115‘000 gültigen Unterschriften eingereicht.

1992

Beschluss der Lancierung der Eidgenössischen Volksinitiative «Zum Schutz von Leben und Umwelt vor Genmanipulation » (Gen- Schutz-Initiative).

Beginn der Unterschriftensammlung am 12.5.92.

Zusammen mit der Koordinationsstelle «Keine Patente auf Leben» wird ein Bündnis mit 70 NGOs wird aufgebaut, um Einspruch gegen das erste Patent auf ein Lebewesen (Krebsmauspatent) zu erheben.

1991

Gründung der Koordinationsstelle «Keine Patente auf Leben». Einsatz für ein Patentierungsverbot von Lebewesen.

Stellungnahmen zur Lebensmittelverordnung und der Patentgesetzrevision.

Vorabklärungen für die Lancierung einer Eidgenössischen Volksinitiative mit Verboten von Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen, der Herstellung transgener Tiere sowie der Patentierung von Tieren und Pflanzen.

1990

Nach drei Jahren kritischer Arbeit zur Problematik der Gentechnologie gründen die Mitglieder der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG am 25.6.1990 den Verein SAG. Unter den Gründungsorganisationen sind WWF, Schweizer Tierschutz STS, Erklärung von Bern, Schweizerischer Bund für Naturschutz (heute Pro Natura), der kantonale Zürcher Tierschutzverein (heute Zürcher Tierschutz), der Basler Appell gegen Gentechnologie, Swissaid und die Kleinbauernvereinigung VKMB.

Erste Präsidentin: Nationalrätin Monika Stocker (Grüne Zürich).

Aufbau der Geschäftsstelle mit zwei Teilzeitangestellten: Daniel Ammann (wissenschaftliche Arbeit) und Hanna Diethelm (Koordination Trägerorganisationen, Öffentlichkeitsarbeit, Administration).

Start des 6xjährlich erscheinenden Informationsbulletins GENTECH aktuell.