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«Verwechslung von Saatgut» ist ein Risikofaktor.

Die Kontrollen von gentechnisch verändertem Saatgut scheinen in den USA nicht zu greifen. Ein Biotech-Konzern brachte jahrelang staatlich nicht zugelassene Maissaat aus - ein Versehen, wie das Unternehmen Syngenta versichert. Der Agrarkonzern und die US-Regierung hielten den Fehler monatelang geheim.

Vier Jahre lang verkaufte und benutzte Syngenta eine Variante ihres gentechnisch veränderten Bt-Maises (Bt10), die weder in den USA noch Europa zugelassen ist. Syngenta produzierte und vertrieb zwischen 2001 und 2004 mehrere hundert Tonnen des Bt-10-Saatguts. Insgesamt seien etwa 150 Quadratkilometer mit dem Bt-10-Mais bepflanzt worden. Der aktuelle Vorfall erinnert stark an den StarLink-Fall aus dem Jahr 2000, als ebenfalls versehentlich gentechnisch veränderter Bt-Mais für Nahrungsmittelprodukte verwendet wurde. Auf Grund möglicher allergischer Reaktionen wurde der Mais, der bis dahin nur an Tiere verfüttert worden war, wieder aus dem Handel genommen. Die Rückholaktion kostete der Nahrungsmittelbranche eine Milliarde. Dollar.